Kärnten, ein Entwickler-Land?

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Mario Schönherr

Beim Coding (auf Deutsch: Programmieren) wird eine Computersprache angewendet, um z.B. Webseiten, Software oder Apps zu entwickeln und zu programmieren. Der benutzte Code sagt dem Computer, dem Laptop, dem Smartphone, dem Roboter oder der Künstlichen Intelligenz, was zu tun ist. Mit der Coding School Wörthersee setzen drei innovative Unternehmer einen ersten Schritt, um Kärnten als Coding-Hochburg zu etablieren.


Die von Maximilian Nimmervoll, Johannes Eder und Lorenz Edtmayer vor zwei Jahren gegründete JML Coding School GmbH setzt mit der Coding School Wörthersee auf ein neu entwickeltes – der heutigen Zeit angepasstes – Konzept der Wissensvermittlung und schafft so vollkommen neue Perspektiven für angehende Entwickler aus Kärnten. „Wir haben uns daran orientiert, dass es für uns Software-Unternehmen verdammt schwer ist, entsprechend Entwickler zu finden. So rief uns das auf den Plan, diese dringend benötigten Entwickler einfach selbst auszubilden,“ beginnt der gebürtige Kärntner Maximilian Nimmervoll, CEO der DIAMIR-Holding mit Sitz in Wien zu erzählen…

„Mit den Zertifikatslehrgängen Mobile App Development Android & iOS richtet sich die Coding School Wörthersee an Menschen zwischen 18 und 30 Jahren mit abgeschlossener technischer Matura, welche schnell und praxisnah ins Coding eintauchen wollen. Nach fünf Monaten werden die Studierenden zu vollständig einsatzfähigen Entwicklerinnen und Entwicklern. Obendrein gibt es noch 30 ECTS Punkte, die bei weiteren Studiengängen anrechenbar sind. Wir waren überrascht, dass wir gleich vom Anfang an auch innerhalb Kärntens genügend motivierte Leute gefunden haben, die an dem Lehrgang teilgenommen haben.“


Die Zertifizierungslehrgänge sind kostenlos ...

Spannend war in unserem Südwind-Gespräch aber auch zu erfahren, dass die angebotenen Zertifizierungslehrgänge für die Teilnehmer vollkommen kostenlos sind. Das überrascht natürlich, zumal die Ausbildungsmodule qualitativ höchsten Standards entsprechen.

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Dazu erklärt Maximilian Nimmervoll: „Zum einen war es uns wichtig, nicht in erster Linie auf die Wirtschaftlichkeit dieses Projekts zu achten und unabhängig von der öffentlichen Hand zu bleiben. Wir konnten vom Anfang an auf die Unterstützung einiger namhafter Wirtschaftspartner zählen und haben aber auch für uns drei selbst jeweils eine Summe definiert, die wir als Starthilfe in das Projekt investieren. Wir kalkulieren mit der Langfristigkeit und Nachhaltigkeit. Aktuell haben wir ca. 25 Teilnehmer, die wir nach Abschluss des Lehrgangs zum Teil schon vollständig in unseren Unternehmen unterbringen können. Das ist für uns ein wertvoller Return-on-Investment, weil qualifizierte Mitarbeiter das wichtigste Kapital in unseren Unternehmen sind. Mittel- bis langfristig ist es das Ziel, pro Semester an die 100 Absolventen von der Ausbildung ins Berufsleben zu verabschieden. Das wäre ein vorzeigbarer und realer Standort-Vorteil für Unternehmen, die sich in Kärnten ansiedeln wollen. Denn man geht natürlich lieber dorthin, wo es schon qualifizierte Fachkräfte gibt. Und dass große Software-Konzerne angehende Entwickler mit schicken Büros in große Städte locken ist mittlerweile – im Zuge der hohen Akzeptanz des Remote-Works – ohnehin kein echter Anreiz mehr.

Hier könnte Kärnten mit einem guten Mix aus Jobperspektiven und qualitativem Lebensraum künftig schon punkten. Die ersten Unternehmen haben das schon erkannt und Klagenfurt bzw. Villach bei Expansionsplänen den Vorzug gegeben. So funktioniert effektive Standortpolitik!“ zeigt sich Maximilian Nimmervoll überzeugt.

Die drei Visionäre können nun nach zwei Jahren Aufbauarbeit auch schon einen ersten Erfolg vorzeigen: Gemeinsam mit der Fachhochschule Kärnten wurden letzte Woche die Abschlusszertifikate an Studierende der „Class of 2020“ aus dem Lehrgang „Mobile App Development – Android“ übergeben.

 

In Anwesenheit von Vertretern der FH Kärnten, Raiffeisen Landesbank Kärnten, DIAMIR sowie Humanomed wurde den angehenden Junior Software Entwicklern, für deren außerordentlich gute Leistungen, das Zertifikat zum Mobile App Developer übergeben. Die FH Kärnten hat den Lehrgang offiziell zertifiziert und rechnet den Absolventen bei einem späterem Studium 30 ECTS-Punkte an. Das erworbene Zertifikat bestätigt die Ausbildung zum Junior Android Programmierer und öffnet den Absolventen die Türen in das Berufsleben der Software Programmierung. Die Absolventen haben durch den zertifizierten Abschluss der Coding School Wörthersee einen enormen Startvorteil am Arbeitsmarkt, da das Zertifikat eine sofortige Einsetzbarkeit in einer konkreten Programmiersprache bedeutet und die Absolventen der Coding School Wörthersee für Unternehmen ein Alleinstellungs- und Qualitätsmerkmal mitbringen.

 

BEWERBUNG FÜR LEHRGANG SOMMER-SEMESTER 2021 STARTET

Nach der Graduation ist vor der Graduation: Für das Sommersemester 2021 (Start März - Abschluss im Juli) können sich motivierte angehende Programmierer noch bis zum 15. Februar 2021 für ein persönliches Interview mit dem Studienleiter unter: https://coding-school-woerthersee.at bewerben.


Wir sind neugierig: Könnten Ausbildungsmodelle, wie z.B. die Coding School Wörthersee Beispiel machen in Kärnten? Habt ihr Ideen welche weiteren Themen dringend nach einer Reform an Ausbildungsmöglichkeiten in Kärnten verlangen? Dann schreibt uns. Wir diskutieren gerne über diese Vorschläge, z.B. im Rahmen unseres Auftaktevents TOUCHPOINT!, am Donnerstag, den 21. Jänner in Klagenfurt!

 

 

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